Zschepa

Der Ortsteil Zschepa besteht aus zwei getrennten Zeilendörfern, Zschepa (früher auch Großzschepa genannt) und Kleinzschepa. Der Ortsname Schepe (1262), Zcepe (1350), Cschepp (1442) weist auf eine sehr viel ältere wendische Vergangenheit hin. 1550 gab es 11 besessene(r) Mann mit 29 ½ Hufen, 1840 hatte Großzschepa 1 Windmühle, 1 Schmiede und 9 Garten- und Häuslernahrungen, die zum Teilfrüher Weinberge waren. In Kleinzschepa gab es bei dieser Erhebung 1 Schiffsmühle und 22 Häuslernahrungen, beide Orte zusammen 269 Einwohner. Die höchste Einwohnerzahl wurde 1925 erreicht, als 301 Menschen hier lebten, 2007 waren es noch 130 Personen. Zschepa galt 1262, 1287 als Herrensitz, 1764 wurde erstmals ein amtssässiges Rittergut erwähnt. Bis ins 18. Jahrhundert war es ein ein Vorwerk bzw. ein Beigut vom Rittergut Kottewitz. 1583 besaß der Quedlinburger Amtmann Hieronymus Pflug Zschepa, 1752 die Baroness von Kayserlingk. Ihr folgte ein Herr Walther und um 1860 der Herr Egidi von Kreinitz. 1994 erfolgte die Eingemeindung nach Zeithain. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Bockwindmühle, erbaut 1852, heute ein beliebtes Ziel der vielen Radwanderer, die auf dem Elbradweg hier vorbeikommen und eine Rast einlegen.

 

Von jeher bestimmte auch hier, wie in den anderen Ortsteilen von Zeithain, die Elbe das Wohl und Wehe der Bevölkerung durch häufige Überschwemmungen und Eisfahrten.
1799 wurden 2 Häuser „von Grund aus ganz mit fortgenommen“, auch 1841 hatte Zschepa besonders viel zu leiden.
Durch die Überschwemmungen entsteht aber auch viel fruchtbares Aueland, so dass die Bevölkerung ihrem Grund und Boden die Treue hält.
Die Gefährdungen durch die Elbe dauern bis in die heutigen Tage an.
Unvergessen bleiben die Tage im August 2002, als in Zschepa von 34 erfassten und vom Hochwasser geschädigten Grundstücken 10 nur noch eingeschränkt und 8 sogar unbewohnbar geworden waren.
Aber auch diese Wunden wurden durch die hohe Opferbereitschaft vieler Spendenwilliger und die eigene Tatkraft geschlossen.

Mögen folgende Generationen vor solchen Katastrophen bewahrt bleiben!